Dampfreiniger: ein Fehler kommt selten allein

Heizpatrone und Pumpe
Heizpatrone und Pumpe

Das Prinzip des Dampfreinigers war schnell klar. Aus einem kleinen Wasserbehälter wird das Wasser über eine kleine Kolbenpumpe angesogen und durch eine Heizung ähnlich einer Warmhalteplatte bei einer Kaffemaschine gedrückt. Über eine Kontrollleuchte wird nach dem Einschalten des Gerätes angezeigt, ob die Heizung hinreichend Temperatur hat und die Pumpe zugeschaltet werden kann. Der in der Heizung erzeugte Dampf wird über einen Silikonschlauch an den Ausgang und in der Verlängerung in den Bürstenaufsatz gedrückt.

Nach dem Öffnen des Gerätes wurde gleich klar, warum kein Dampf mehr erzeugt wurde. Die Silikonschläuche vom Wasserbehalter zur Pumpe waren löcherrich. Nachdem diese erneuert wurden kam aber immer noch kein Dampf. Jetzt wurde die Pumpe in Augenschein genommen. Dazu wurde diese von den Silikonschläuchen getrennt, was nach Lösen der Schlauchklemmen leicht möglich war. Nachdem noch eine Sicherungsscheibe entfernt wurde, konnte man die Pumpeneinrichtung aus der Magnetpule ziehen. Auch diese ließ sich leicht weiter demontieren und wieder gängig machen, indem man den Kolben freimachte, der sich festgesetzt hatte. Ein anschließender Funktionstest bestätigte mit einem rythmischen Brummen, dass die Pumpe wieder einsatzfähig war. Warum aber immer noch kein Dampf?

Jetzt wurden noch mal alle Schläuche und auch die Heizung mit unsrem neuen Kompressor freigeblasen. Und siehe da: Dampf strömte aus dem Gerät.

 

Johannes Pütter